Eine Reise, drei Länder, unzählige Eindrücke – Madeleine unterwegs in Südamerika

Unsere Kollegin Madeleine ist täglich für einen unserer Kunden im Einsatz – und zwar direkt vor Ort. Das bedeutet ab und zu auch, dass es für sie auf Reisen geht – manchmal sogar sehr weit weg. In einem Gespräch erzählt sie über ihre Erlebnisse eines dreiwöchigen Aufenthalts in drei südamerikanischen Ländern.

 

AH: In welchen Ländern warst du unterwegs?

MB: Ich war in Brasilien, Mexiko und Kolumbien. Allerdings bin ich in den Ländern kaum rumgereist. Von den insgesamt drei Wochen Aufenthalt hatte ich nur 3 Tage komplett frei – ansonsten war ich eigentlich durchgängig in São Paulo, Mexico City und Bogotá.

 

Buntes Straßenbild in Bogotá

AH: Kannst du zu jeder Stadt deine Eindrücke kurz zusammenfassen?

MB: Klar. São Paulo ist für mich die Stadt des Betons, der Hochhäuser und der Kontraste. Mexico City habe ich als pulsierend und kulturell empfunden – und die Stadt hat weit mehr Gaumenschmäuse zu bieten als nur Tacos und Burritos. Und zuletzt Bogotá: eine farbenfrohe Stadt, die Kaffee liebt und mit extremem Smog auf 2.700 Metern zu kämpfen hat.

 

AH: Super, vielen Dank dir. Was hast du ansonsten von deiner Reise mitgenommen?

Was hast du gelernt?

MB: Auf geschäftlicher Ebene habe ich vieles über Unterschiede im Vergleich zu unserer „deutschen“ Arbeitsweise gelernt. Strukturierte und pünktlich startende Meetings sind definitiv nicht überall gefragt. In Südamerika lässt man es, was das angeht, doch deutlich lockerer angehen. Dafür ist bei uns nach 10 Stunden plus Pause gesetzlich Schluss, so etwas kennt man dort nicht – auch am Wochenende und bis in den späten Abend hinein zu arbeiten ist dort durchaus üblich.

Persönlich haben mich besonders die Gastfreundschaft und Höflichkeit der Menschen beeindruckt. Gleichzeitig habe ich viel über die politische und gesellschaftliche Situation in den Ländern lernen können. Ein riesiger Unterschied zwischen arm und reich und die dauerhaft hohe Kriminalitätsrate sorgen für Unsicherheit und Unzufriedenheit bei den Menschen.

 

AH: Wie war die Arbeit mit den Menschen vor Ort? Prunkvolle Bauten in Mexico City

MB: Klasse. Offen, vertraut und kooperativ. Mir wurde sehr viel Respekt entgegengebracht.

 

AH: Was hat dir an der langen Geschäftsreise gefallen?

MB: Ich mag das Leben in Hotels, insofern habe ich das sehr genossen. Und auch das ganz für sich zu sein, alleine Neues zu entdecken und mit Herausforderungen klarzukommen war für mich eine wirklich interessante Erfahrung.

 

 

 

 

AH: Und was hat dir nicht so gut gefallen?

MB: Alle Vorteile, die so eine lange Geschäftsreise mit sich bringt, haben auch ihre Kehrseite: weit weg vom gewohnten Zuhause zu seine, lange Reisezeiten mit entsprechender Müdigkeit und wenig Freizeit. Auch wäre es natürlich manchmal schön gewesen, die Verantwortung auf zwei weitere Schultern verteilen zu können.

 

AH: Welche Erwartungen hattest du an die Reise? Wurden sie erfüllt?

MB: Erwartungen hatte ich wirklich kaum und wollte diese auch nicht haben, um keine Enttäuschung zu erleben. Es hat sich herausgestellt, dass das auch gut so war – denn jetzt kann ich die Reise als vollen Erfolg ansehen (obwohl natürlich nicht alles glatt lief und nicht alle Meetings positiv verliefen).

 

AH: Wie war es für dich, als Frau alleine durch diese doch teilweise unsicheren Länder zu reisen?Skyscraper in São Paulo

MB: Das war überhaupt kein Problem. Trotz so mancher Warnung (von deutschen Kollegen und auch den Einheimischen selbst) habe ich mich nie unsicher gefühlt. Laut eines brasilianischen Kollegen hatte ich damit Glück – insofern freue ich mich umso mehr, dass es so war. Insgesamt haben Männer dort schon noch etwas mehr das Sagen, aber ich habe mich auch mit weiblichen Managerinnen und Direktorinnen getroffen – starke Frauen gibt es überall auf der Welt. Ich wurde zudem von den Männern immer sehr höflich und respektvoll behandelt.

 

AH: Was ist dein Fazit zu dieser Reise?

MB: Immer wieder gerne! Ich kann mich glücklich schätzen, einen Beruf mit so vielen Möglichkeiten auszuüben.

 

Vielen Dank, liebe Madeleine, für dieses interessante Interview!