"Gleich geblieben ist eigentlich nicht viel...": Die drei conceito Geschäftsführer über altbewährte und neue Wege.

 

 

 

Ihr habt das Unternehmen vor 7 Jahren gegründet. Wie seht ihr die Entwicklung bisher? Was hat sich seitdem verändert, was ist gleichgeblieben?

Mario: Wir drei sind als reiner Projektdienstleister zusammen mit zwei Freiberuflern gestartet, d. h. wir haben in Projekten der Kunden Teilaufgaben oder Arbeitspakete übernommen und waren als Personen wahrnehmbar, aber nicht so sehr als Firma. Es war im Prinzip eine Form von Body Leasing. Wir haben schnell den Wandel zu einer Firma mit einem eigenständigen Leistungsprofil eingeleitet und diese Transformation ist uns, zum Glück, auch schnell gelungen.

Uli: Unsere Kunden vertrauen uns heute sehr große Gewerke oder auch Projekte an, die wir verantwortlich vorantreiben. Wir haben allerdings unser Portfolio in der Zwischenzeit ausgebaut und bieten heute nicht nur Leistungen rund um die Softwarekonzeption, wie zum Beispiel Requirements Management, Lastenhefterstellung usw. an, sondern auch Services wie Umsetzung, Testing oder internationale Rollout-Betreuung. Es hat sich also viel verändert und weiterentwickelt. Gleich geblieben ist eigentlich nicht viel, außer, dass wir als „conceitos“ immer noch sehr nahe an unseren Kunden sind und unsere Mitarbeiter nahe an uns. Das hat sich bewährt, deswegen wollen wir auch in Zukunft sicherstellen, dass das so bleibt.

 

Seid ihr zufrieden mit diesen Entwicklungen?

Bernhard: Angesichts der relativ kurzen Zeit, in der wir diese Transformation geschafft haben, könnten wir zufrieden sein. Für uns sind das aber eher Etappen hin zu einem Ziel. Wir möchten weitere Kunden bzw. Branchen bedienen können und dafür ist qualifiziertes, personelles Wachstum eine Randbedingung. Eine weitere wichtige Randbedingung ist, dass wir die Qualität unsere Leistungen auch künftig so hoch halten können wie bisher, denn das ist der Grund, weshalb unsere Kunden conceito beauftragen und nicht jemanden anderen.

 

Das Unternehmen conceito wächst immer weiter. Gibt es Eigenschaften, die ihr trotz wachsender Größe gerne für das Unternehmen beibehalten möchtet?

Mario: Wir möchten für unsere Kunden weiterhin ein verlässlicher und belastbarer Partner sein, der personelle Kontinuität bietet und dem man sein Projekt gerne anvertraut. Für uns als Team kommt es darauf an, dass wir unsere Strukturen und Vorgehensweisen so weiterentwickeln, dass sie der Sache, also unseren Kunden und unseren Mitarbeitern dienen, ohne unsere positiven Eigenschaften zu verlieren.

Bernhard: Jeder von uns dreien hat in seinem Vorleben als Angestellter erlebt, wie negativ Umstrukturierungen, Reorganisations- oder Effizienzprogramme auf das Team und natürlich auch auf die Kunden wirken können, weil sie in Wirklichkeit oft nur der hilflose Versuch waren, das Geschäft noch einigermaßen steuerbar zu halten. Dafür sind wir sensibilisiert und möchten so etwas unbedingt vermeiden. Bis hierher haben wir das mit guten Arbeitsbedingungen geschafft und das möchten wir beibehalten. Die „conceitos“ sind bei der Firma, weil sie individuell geschätzt und gefördert werden und Verantwortung übertragen bekommen. Die Bekanntheit und Größe der Firma spielt weniger eine Rolle.

 

Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf die Projektarbeit? Welche Auswirkungen kann das auf die Mitarbeiter haben? Und welche auf euch?

Uli: Unsere Kunden und die Projektarbeit sind in den letzten zwei bis drei Jahren internationaler geworden, was etwas mehr Reisetätigkeit erfordert. Der Trend wird sich sicherlich fortsetzen und konkret heißt das für uns, dass wir unsere Kunden da betreuen, wo sie sich befinden, egal ob das Stuttgart, Soest oder Südafrika ist. Logischerweise entwickeln sich die Mitarbeiter gemeinsam mit der Firma. Entwicklungsmöglichkeiten bei conceito bedeuten immer zuerst die fachliche Befähigung und dann der Zuwachs an fachlicher und formaler Verantwortung nach außen, so dass wir drei letztendlich etwas entlastet werden.

 

Welche Eigenschaften sollten neue Mitarbeiter mitbringen, um gut in das Unternehmen und das Team zu passen?

Uli: Das knüpft an dem an, was ich gerade geschildert habe: Neue Kollegen und Kolleginnen sollten Lust haben, ihre bisherigen Erfahrungen in der Beratungsbranche oder in der Industrie für conceito nach innen und beim Kunden einzubringen. Das heißt, aktuell suchen wir nach Mitarbeitern, am besten mit einem technischen Hintergrund, die in der Lage sind, ein Projekt verantwortlich zu leiten, ihr Wissen an die jüngeren Kollegen weiterzugeben und conceito idealerweise bei neuen Kunden zu repräsentieren.

Bernhard: Eine gewisse Reisebereitschaft spielt neben den fachlichen Qualifikationen deswegen sicherlich eine Rolle. Daneben sind uns aber vor allem auch menschliche Aspekte wichtig: das conceito-Team kann man tatsächlich als solches bezeichnen. Unsere Mitarbeiter sind keine Einzelkämpfer, sondern bringen ihre Stärken zusammen und profitieren davon gegenseitig. Diesen Spirit möchten wir auch in Zukunft gerne beibehalten.