(M)Ein Jahr bei conceito

Ich schreibe diesen Artikel heute, genau ein Jahr nachdem ich hier bei conceito angefangen habe zu arbeiten. Während meines Masterstudiums der Kommunikationswissenschaften wurde ich oft gefragt, wo ich mir vorstellen könnte zu arbeiten. In meinen Antworten darauf sind sicherlich zwei Aspekte niemals von mir genannt worden: Software und Beratung. Aber irgendwie kommt es im Leben ja häufiger ganz anders als man denkt und nun arbeite ich eben schon seit einem Jahr in dieser kleinen aber feinen (Software-)Beratungsfirma. Dieses Jubiläum möchte ich daher zum Anlass nehmen, ein paar Einblicke in die Arbeit eines Junior Consultant bei conceito zu geben und von meinen Erfahrungen zu berichten.

 

Ein Job kann immer nach zwei Kriterien bewertet werden. Auf der einen Seite stehen die Aufgaben, die deinen Arbeitsalltag bestimmen. Diese sind auch innerhalb einer Firma sehr individuell und eine  Bewertung kann nur auf einer sehr persönlichen Ebene erfolgen. Auf der anderen Seite gibt es Faktoren, die neutraler betrachtet werden können. Dazu gehören zum Beispiel die Stimmung im Team und mit den Vorgesetzten, Arbeitszeiten, Entwicklungschancen etc. Zur persönlichen Erfahrung des Joballtags gehört beides und so möchte ich auch auf beide Aspekte eingehen.

Anfangen möchte ich mit meinen Aufgaben. Im Zuge des Projekts, in dem ich aktuell im Einsatz bin, wird ein Online-Buchungssystem in verschiedene, internationale Märkte eingeführt. Ich bin darin für die Betreuung einiger Märkte zuständig, organisiere mit ihnen zusammen den Rollout. Was ich besonders spannend daran finde, ist, dass es im internationalen Umfeld eines Großkonzerns stattfindet. So habe ich die Möglichkeit, viele Erfahrungen in verschiedenen Bereichen zu sammeln. Natürlich ist da auf der einen Seite der Aspekt des Projektmanagements, d.h. für mich im Alltag insbesondere organisieren und dokumentieren. Das kann mal mehr, mal weniger Spaß machen. Es ist allerdings eine wichtige Schule für mich, da es eine sehr strukturierte Arbeitsweise fordert und fördert. Auf der anderen Seite bin ich aber auch sehr viel, eigentlich hauptsächlich, am Kommunizieren; und damit meine ich definitiv nicht nur E-Mails schreiben. Vielmehr werden durch die Zusammenarbeit mit den internationalen Teams meine interkulturellen Fähigkeiten gestärkt, ein Aspekt, den ich sowohl beruflich als auch privat als sehr wertvoll empfinde. Das Thema des Projekts an sich war für mich zu Beginn ein Buch mit sieben Siegeln. Es ist ein sehr technisches Projektumfeld und auch heute fällt es mir manchmal noch schwer, alle Zusammenhänge komplett zu verstehen, zumal diese mit meinen persönlichen Interessen überhaupt nichts zu tun haben. Ich versuche es dennoch, auch wenn es für meinen Job nicht zwingend notwendig ist – es hilft mir, immer besser agieren zu können. Und jedes Mal wenn ich es schaffe, mir wieder ein neues, mir völlig fernes Thema zu erschließen, ist das ein kleines Erfolgserlebnis für mich. 

Neben meinen Projektaufgaben bin ich auch verantwortlich für die Gestaltung des Außenauftritts von conceito. Das Besondere daran war und ist für mich, dass ich diesen Aufgabenbereich zum Großteil eigenständig aufbauen und betreuen konnte. Mir wurde dafür von Anfang an sehr viel Vertrauen entgegengebracht. Das bedeutet natürlich auf der einen Seite Druck; andererseits wurde auch immer ganz klar kommuniziert, dass Fehler erlaubt sind. Dadurch entstand eine Atmosphäre, in der ich ganz automatisch sehr schnell sehr viel lernen konnte.

 

Und so komme ich auch schon zu den Aspekten, die die Arbeitsatmosphäre bei conceito ausmachen. Eines kann ich gleich schon mal vorwegnehmen: vieles ist hier ganz anders, als man es sich bei einer klassischen Beratung vorstellen würde. Die Atmosphäre ist entspannt, es gibt sehr flache Hierarchien. Konkurrenzdenken ist mir hier bisher überhaupt nicht begegnet. Auf verschiedenen Teamevents (ich bin übrigens amtierende conceito Schützenkönigin!! :D ) wird der Zusammenhalt zusätzlich gestärkt.

Jeder Berufseinsteiger muss sicherlich zu Beginn erst lernen, dass Arbeit eben Arbeit ist und dass sich die Freizeit nicht allzu sehr darum kreisen sollte; aber auch das machte mir conceito leicht. Es wird hier in der Regel weder erwartet, dass Überstunden angehäuft werden, noch, dass die Erreichbarkeit nach der Arbeit garantiert ist. Ganz generell empfinde ich sowohl die Arbeitszeit-, als auch die Urlaubsregelungen als sehr arbeitnehmerfreundlich.

Durch all diese Aspekte habe ich in meinem ersten Jahr bei conceito sehr viel für und über mich gelernt. Nach diesem Jahr würde ich zum Beispiel sagen, dass ich schon sehr viel selbstbewusster in meinem Auftreten geworden bin. Ich traue mir mehr zu, kann aber auch besser einschätzen, wo meine Grenzen liegen. Das ist nicht nur hilfreich für mein Arbeitsleben – diese Aspekte übertragen sich automatisch auch auf andere Bereiche meines Lebens. Im Nachhinein betrachtet, würde ich sagen, dass ich mir den Anfang meines Berufslebens genauso gewünscht habe. Auch wenn das Arbeitsprofil etwas anders ist, als nach meinem Studium erwartet, so ist doch die Arbeitsatmosphäre, die Raum zum Lernen und zur Entfaltung gibt, für mich genau das Richtige.